Die Geschichte einer Hamburger "Blues-Kapelle"

Hätte man 1968, den damaligen Gründungsmitgliedern prophezeit, dass die SECOND LIFE BLUESBAND noch im nächsten Jahrtausend auf der Bühne stehen würde, hätte man – bei allem Ehrgeiz den die Hamburger Jungs hatten - nur in skeptische Gesichter geschaut. "Second Life" – was damals als interessanter Name erachtet wurde, ist mittlerweile zur Bandphilosophie geworden. 
Es hat in der Zwischenzeit natürlich mehrere Generationswechsel in der Band-Formation gegeben, doch zwei der Gründungsmitglieder (Gerd Riebesehl / Hans-Jürgen Klein) sind noch heute aktiv dabei und halten die Gruppe zusammen wie am ersten Tag. Auch wenn nach fast 50 Jahren viele gekommen und gegangen sind, eins ist immer geblieben – der Blues.

      
In den viereinhalb Jahrzehnten, auf die die Gruppe zurückblicken kann, gab es viele Meilensteine, auf die man heute noch ganz stolz ist. Neben unzähligen Gigs im gesamten Norden Deutschlands (selbst in Berlin) ist der Auftritt als Vorgruppe von URIAH HEEP (1970) ein absolutes Highlight, über das man auch heute noch ins Schwärmen gerät.

                

Ja und in den letzten Tagen des legendären STARCLUB hatte man sogar das Glück mit Rainer Baumann, dem Meister der deutschen Bluesmusiker, die bedeutenden Bretter von St. Pauli zu erobern. Trotz vieler Erfolge sind die Hamburger Jungs sich ihrer Wurzeln bewusst und „auf dem Teppich“ geblieben. Einige der großen Vorbilder von damals leben heute noch. Sie sind zwar auch älter geworden, aber spielen noch heute ihren Blues vor ausverkauften Häusern. Es war aber auch selbstverständlich, dass sich die Band auch mit den neueren Blues-Songs von John Mayall, B.B. King & Co beschäftigte und diese Titel mit den legendären    Blues-Klassikern von damals kombiniert hat.

                            

„Blues will never die“ hat der erst kürzlich verstorbene Johnny Winter gesagt    und genau so sehen es die Mitglieder der SECOND LIFE BLUESBAND. Blues bis   nix mehr geht ...und länger!
Der Zuwachs von jüngeren Musikern in der Band zeigt, dass die SLBB den Blues zeitlos (ohne Altersbegrenzung) in all seinen Facetten wiedergibt und diesen Stil heute noch mit der gleichen Power präsentiert wie damals als man sie gegründet hat. Man sieht und hört es der Band sofort an, dass hier die Spielfreude absolut  im Vordergrund steht und der Funke zum Publikum selbst verständlich ganz schnell überspringt.

                           

Zwar bezeichnen sich die Mitglieder der Band bescheiden als Amateur-Musiker, aber sie beweisen bei ihren Auftritten immer wieder, dass sie manche Möchte-  gern-Profis locker in die Tasche stecken können. Ja, … vielleicht liegt es gerade an dieser hanseatischen Bescheidenheit, dass die SECOND LIFE BLUESBAND so sympathisch beim Publikum und bei den Veranstaltern macht.

Ein großer Dank gebührt natürlich auch all denjenigen, die mal bei der SECOND LIFE mitgewirkt haben. Ohne sie wären wir bestimmt nicht da wo wir jetzt sind. Nachfolgend haben wir versucht mal chronologisch aufzuführen wer seit 1968 schon alles in dieser Band gespielt hat (sollten wir jemanden vergessen haben bitte melden).